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Anwohnerin aus der Innenstadt fragt…

…werden Sie sich für eine Verpackungssteuer einsetzen, damit das Müllproblem in der Innenstadt gelöst wird?

Wir antworten:

Definitiv ja. In unserem Programm schreiben wir dazu: „Um planetare Grenzen zu erreichen, müssen Müllmengen reduziert werden. In Kooperation mit den Betrieben möchten wir ein einheitliches Mehrwegsystem für die Gastronomie durchsetzen. Dazu möchten wir eine Einwegverpackungssteuer einführen. Bei kommunalen Veranstaltungen wird es keine Einwegverpackung mehr geben.“

Bzgl. des einheitlichen Mehrwegsystems hat die Verwaltung bereits sehr gute Vorarbeit geleistet. Mit dem Partner Relevo wurde ein Vorschlag für die Gastronomiebetriebe gemacht und bei der Bürgerschaft beworben. (Mehrweg Ulm). Allerdings zeigt sich leider, dass werden die Gastronomiebetriebe das Thema forcieren, noch es von der Bürgerschaft konsequent eingefordert wird.

So ärgerlich es sein mag, aber anscheinend geht der Wandel auch hier nur über den Geldbeutel und eine finanzielle Belastung bei Einwegverpackungen. Dies ist insbesondere aus zwei Gesichtspunkten notwendig.

  1. Die Müllmengen müssen reduziert werden. Aktuell verbrauchen wir in Deutschland die dreifache Menge an Wertstoffen, als innerhalb eines Jahres regeneriert werden können. Hierzu zählen insbesondere auch Verpackungsmaterialien.
  2. Jeder Euro der Stadt kann nur einmal ausgegeben werden. Wir möchten lieber Geld für Stadtbegrünung, energieeffiziente Beleuchtung, Klimaschutz, Kultur oder Sport ausgeben als für Abfallbeseitigung. Denn das fördert das Gemeinwohl.